Bescheuerte Parteikonvente und frenetische Fähnchenschwinger: jetzt auch in der Schweiz!
Ich kann mir in der Tat nichts Sinnloseres vorstellen als medial inszenierte Super-Parteikonvente wo vom B-Promi bis zum C-Politiker einer nach dem anderen vorträgt, warum Bundesratskandidat X so toll ist und unbedingt gewählt werden muss.
Im Ernst: BR-Volkswahl ist schlicht eine dumme Idee!
- Die Wahlkämpfe würden Millionen verschlingen.
- Die Privatwirtschaft würde sich mittels Wahlkampfspenden noch mehr prostituieren als jetzt schon.
- Das Land würde in der Demagogie versinken.
- Ein Konkordanzsystem wäre nicht mehr denkbar.
- Stabilität wäre Zufall.
- Sachpolitik wäre ein Ding der Unmöglichkeit.
- Politiker hätten noch weniger Privatsphäre als jetzt schon.
- und schliesslich: Klempner würden uns Volkswirtschaftskunde unterrichten!
FDP. Die Liberalen, 6. Juli 2010
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Der Bundesrat soll sich mit Problemlösung und nicht mit Wahlkampf befassen.
Grossrat Bern, SP, 19. März 2010
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Ob das Volk kompetenter ist als die Parlamentarierinnen und Parlamentarier.... ich glaube nicht
Wie sollte das Volk besser wissen, wer am geeignetsten für dieses Amt ist. Da würde der Volksgrüne-Plakatwald ja noch grösser. Ob dabei die Übersicht jedoch steigen würde? Die Landpartei würde sicher ein Minarett aufstellen, um aus der Vogelpespektive Ausschau nach dem oder der Richtigen zu halten.
Grossrat Bern, Grüne, 18. März 2010
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Das Parlament würde besser seine Arbeit richtig machen und anstatt Ränkespiele zu schmieden, die fähigsten Menschen wählen.
Kommission für öffentliche Sicherheit Langenthal, GLP, 18. März 2010
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Bundesräte sollen vorher einen Leistungsausweis aufzeigen
Wird der Bundesrat vom Volk gewählt, werden populistische Anliegen zu stark gewichtet. Das Parlament kennt die Kandidaten besser als wir Bürger und kann so auch eher beurteilen, ob ein Bundesratskandidat fähig ist, zu regieren.
SP, 18. März 2010
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Wahlkreise ermöglichen die Repräsentation von Minderheiten in einer Volkswahl.
Das Argument der fehlenden Repräsentation bei einer Volkswahl wird damit entkräftet und der Bundesrat wäre repräsentativ zusammengesetzt.
Peter Müller, 2. September 2009
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Schon die Wahl von Regierungsrät/innen und Bundesparlamentarier/innen ist eine Farce!
Eine direkte Demokratie hat es in der Schweiz bei Wahlen überlokaler nie gegeben. Direkte Wahl hiesse: Ich wähle Personen als meine Vertretung auf die nächste Ebene (Gemeinde, Bezirk), diese Ebene wählt ihre Vertretung in die nächsthöhere Ebene (Kanton), usw.
Schon wenn ich Personen ins Kantonsparlament wählen soll, bin ich als Wählender in einem grossen Kanton wie Zürich weit weg vom Geschehen; es wird mir über Parteiapparate und Medien mehr schlecht als recht vermittelt. Erst recht bei der Wahl von kantonalen Exekutivmitgliedern.
Die Volkswahl von Bundesräten wäre nichts als eine Farce. Es gilt die alte Regel des "Harry Wind" (Romanfigur von Matthias Diggelmann): "Für eine Million mach ich einen Härdöpfelsack zum Bundesrat." Ob das Werbebüro dann Farner oder sonstwie heisst, kann mir gestohlen bleiben: Ich will keine Wahl, die mit viel Geld und Medienmacht manipuliert werden kann. Wählen wir die Leute aus unserer Nähe, die wir auch wieder abwählen können, und geben wir ihnen die Kompetenz, die nächsthöhere Ebene zu wählen. Alles andere ist schlicht Polittheater.
Dass die bisherige Nicht-Volkswahl des Bundesrats lauter Kasperlifiguren à la Merz & Co an die Spitze gespühlt hat, ist kein Grund für die Volkswahl – es würde alles nur noch viel schlimmer. Oder wollt Ihr künftig Abermillionen spenden, nur damit im Wahlkampf Megakasperlifuguren à la Obama obenaus schwingen?
22. August 2009
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Mit mehrparteien System, Kantönligeist und Sprachhinderniss funktioniert dies in der Schweiz nicht! Dazu ist es auch extrem kostenverbunden- geldverschwendend!
Eine Bundesratswahl vom Volk ist völlig sinnlos, wir können nicht eine Wahl wie in den USA durchführen, durch den Kantönligeist werden grosse Kantone grob bevorteilt, und Minderheiten (Sprachminderheiten, Parteien),etc. vernachläsigt. Es würde eine Zauberformel entstehen, die überhaupt nicht repräsentativ ist.
Die ganze Volkswahl wäre auch mit extremen Kosten Verbunden, in den USA hat das ganze über eine Milliarde Dollar verschlungen, für die Schweiz wären es 7, nicht nur einer. Auch wenn es nicht 1 Milliarde Dollar sein werden, diese riesen Kosten sind eine Geldverschwendung und fördern den Lobbysmus und Druck von Aussen auf die Kandidaten (Finanziell schwache Kandidaten werden wohl keine Chance haben..)
Präsident Jungfreisinnige Burgdorf, jf, 6. August 2009
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Denkbar wäre eine mögliche Abwahl eines Bundesrates durch ein Referendum der Bevölkerung.
Im Gegensatz zu einer Volkswahl, wo tatsächlich populistische Wahlaussagen von Bundesrats-Anwärtern zu erwarten wären, bietet die Möglichkeit einer späteren Abwahl durch die Bevölkerung die Gelegenheit, Bundesräte dann nach ihrem tatsächlichen Verhalten zu beurteilen.
Einen Schönheitsfehler sehe ich allerdings, es kann sinnvoll sein, dass vom Bundesrat etwas angestossen werden soll, dass eben nicht populär ist. Eine dann drohende Abwahl könnte hier ein Hemmnis sein. Hier müsste der Bundesrat dann besonders gut argumentieren, und eben der Sache zuliebe vielleicht sogar riskieren, durch eine drohende Abwahl "politischen Selbstmord" zu begehen.
Christof Litz, 31. Juli 2009
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Eine Direktwahl würde den Bundesrat in die Verantwortung ziehen. Dies ist zentral für eine demokratische Exekutive.
Der Bundesrat ist ein von den Bundeshausfraktionen bestimmtes Gremium, dass zuallererst den eigenen politischen Machterhalt in der Regierung sichern soll.
Die bis heute - abgesehen von der umfassend und geheim geplanten Abwahl von Christoph Blocher - auf Lebzeiten gewählten Bundesräte, können ihr Amt nach ihrem Beleiben ausüben, ohne Angst vor Konsequenzen. Dies ist ein offensichtlich unhaltbarer Zustand.
Die Bundesräte müssen in die Verantwortung gezogen werden.
Peter Müller, 17. Juli 2009
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